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Fastentag 3 – Ich krieg die Krise

Von 4. März 2018April 24th, 2020Ernährung, Fasten
Fastenkrise

Am dritten Tag war es so weit, die Fastenkrise hatte mich voll im Griff.
Und dann noch die Geschichte mit dem Einlauf.

Aber eines nach dem anderen.

Am Morgen fühlte ich mich noch halbwegs gut, jedoch ein wenig abgeschlagen. Meine Zunge war so pelzig belegt wie ein Nicki Pulli. Wie ein nasser Tennissocken im Mund fühlte sich das an. Ich versuchte es dann mit Ölziehen mittels eines Teelöffels Kokosfett. Das half.

Als nach dem halben Liter Zitronenwasser kein Toilettengang folgte, bereitete ich alles für einen Einlauf vor. Was da rauskam, war teils fest, teils breiig und teils flüssig und die Farbe beunruhigte mich sehr, denn sie war rötlich. Panik stieg in mir hoch und ich befürchtete eine Blutung im Darm zu haben.
Als ich aufstand, wurde mir schwarz vor Augen und ich begab mich augenblicklich in die Autotransfusionslage*. Mein Mann brachte mir ein Glas Salzwasser und schon bald ging es mir besser. Der Schreck saß mir ganz schön im Nacken.
Erst als wir bedachten, dass ich an den Tagen zuvor rote Beete Saft getrunken hatte und diese für den Farbton verantwortlich sein könnten, war ich etwas erleichtert. Dennoch werde ich dies in den kommenden Tagen genau beobachten und ggf. zum Arzt gehen.

An Sport war nicht mehr zu denken. Den Vormittag verbrachte ich schlafend auf der Couch mit Wärmflasche und Tee mit ein wenig Honig. Erst am Nachmittag fühlte ich mich in der Lage einen kleinen Spaziergang, zu machen.

Körperlich ging es mir trotzdem nicht wirklich besser. Ich fühlte mich müde und abgeschlagen. Hinzu kamen Gedanken und Gefühle, die mich herunterzogen. Ich war schlecht gelaunt, traurig und depressiv – und strotzte nur so vor Selbstmitleid.

Meinem Mann erging es ähnlich, und so teilten wir unsere Sorgen und Ängste miteinander. Einerseits tat das Gespräch sehr gut, andererseits kamen zu meinen eigenen Bedenken auch noch die meines Partners hinzu. Das Ego meldete sich massiv. Zum Glück bemerkte ich es 😉

Zur Krönung gaben wir uns im Hauptabendprogramm „Kitchen Impossible“. Sosehr ich diese Sendung liebe – das hätten wir uns absolut sparen können. Mehr muss ich dazu wohl nicht sagen.

Der Tag hatte es also in sich. Ich war richtig erleichtert, als ich abends ins Bett durfte.
Was die kommenden Tage betrifft, bin ich sehr positiv gestimmt. Es darf besser werden!

* auch Schocklagerung genannt: Die Beine werden ca. 20 bis 30 Grad höher gelagert als der restliche Körper. So werden alle lebenswichtigen inneren Organe wie Gehirn, Herz, Niere, Leber und Lunge wieder mit Blut versorgt.

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